Ehrlichiose

erstellt am: 16.04.2013 | von: Claudia | Kategorie(n): Zecke & Co

Erreger und Vorkommen

Die Ehrlichiose canis, auch als Zeckenfieber bekannt, ist eine durch ein Bakterium hervorgerufene Erkrankung, die ebenso wie die Babesiose auch, durch den Biss der Braunen Hundezecke übertragen wird. Ehrlichiose kann überall dort erworben werden, wo die Braune Hundezecke vorkommt. Dies ist neben den europäischen Mittelmeerländern, auch ab Zentralfrankreich südwärts und durch bereits infizierte Zecken hier in Deutschland möglich.

Übertragung

Die Übertragung dieser Bakterienart ist schon direkt beim Biss der Zecke möglich und nicht erst nach langer Verweildauer. Die Inkubationszeit beträgt 8-20 Tage.

Symptome

Unterteilt werden kann die Ehrlichiose in drei Phasen. In der akuten Phase zeigt das erkrankte Tier ein reduziertes Allgemeinbefinden, Fieber, mattigkeit und Appetitverlust. Überlebt das Tier diese Phase, erscheint es danach völlig gesund, die Erreger sind aber noch vorhanden. In der subklinischen Phase „schlafen“ die Erreger quasi und der Organismus kann durchaus in der Lage sein sie zu vernichten und die Infektion selbst zu beseitigen. Gelingt dies nicht ( oft bei reduzierten Abwehrsystem, Hunger, Kälte, Qualhaltung), so tritt die chronische Phase ein und das Tier zeigt wieder Symptome wie in der Akutphase, allerdings jetzt mit einer erhöhten Blutungsneigung (Nasenbluten,Hämatome usw) und einem Blutbild mit erniedrieten Thrombozyten und eventuell auch verringerte Gesamtleukozyten. Die Lymphozyten können hingegen erhöht sein.

Diagnose

Nachweis von Antikörpern im Immunfluorreszenztest ab dem 14. tag der Infektion möglich, Doppelinfektionen mit Babesien, Leishmanien, Hepatozoen und Filarien sollte, je nach Herkunftsort, abgeklärt werden. Ebenso wäre ein direkter Erregernachweis im Lymphknotenpunktat möglich.

Therapie

Als Therapie dient das Antibiotika Doxicyclin über 28-42 Tage, in schweren Fällen kann zusätzlich am 1. und 14. Tag eine Injektion mit Carbesia verabreicht werden. In sehr schweren Fällen kann die Ehrlichiose, ebenso wie die Anaplasmose, unbehandelt zum Tod führen. Beide Erkrankungen sind sehr gut behandelbar, ein vollständiger Behandlungserfolg ist derzeit schwer nachweisbar. Dennoch muss es bei weiterhin infizierten Tieren nicht zwangsläufig zu neuen Schüben kommen. Den Ehrlichioseschüben gehen meist Immunschwächephasen voraus, hervorgerufen durch starken Stress, mangelhafte Versorgung oder zusätzliche Erkrankungen.

Vorbeugung

Auch hier gilt, ein vernünftiger Zeckenschutz ist das A und O! Hierfür stehen Spot-on´s oder entsprechende Halsbänder zur Verfügung und sollten auch im eigenen Interesse angewandt werden und das nicht nur im Ausland oder vor Urlaubsreisen!

Quelle: Synlab.com, Eigenrecherche